AEB Erdwärme AG

Vertikale Erdwärmesonden

Erdwärme kann mittels verschiedener Systeme aus dem Erdreich entzogen werden. Am meisten verbreitet ist der vertikal indirekte Wärmetausch über Duplex-Erdwärmesonden. Dieses System beansprucht kaum Platz an der Oberfläche und benötigt aufgrund der konstanten Bodentemperatur weniger Rohrlänge als z.B. horizontale Systeme. Damit Erdwärmesonden abgeteuft werden können, müssen vertikale Löcher in den Boden gebohrt werden. Dieser Arbeitsprozess kann nur mittels spezieller Bohrmaschinen vollzogen werden. Die im Boden versenkten Sonden werden mit einem Kälteschutzmittel gefüllt, welches in den Sonden zirkuliert und Wärme aufnimmt und wieder abgibt.

Weitere Möglichkeiten der Erdwärmenutzung sind:

CO2-Erdwärmerohre

CO2-Erdwärmerohre basieren auf der Theorie des selbsttätigen Wärmerohres. Hier sind die Erdwärmesonden nicht mit einer Sole, sondern mit umweltfreundlichem CO2 gefüllt. Das CO2 nimmt die Wärme des Erdreiches auf, verdampft während der Erwärmung und steigt gasförmig zum Verdampfer der Wärmepumpe. Dort kondensiert das CO2 und überträgt auf diese Weise die Wärme an die Wärmepumpe. In seiner flüssigen Form rinnt das CO2 dann der Rohrinnenseite hinab. Es entsteht ein sich selbständig wiederholender Kreislauf, der ohne zusätzliche Pumpenenergie auskommt. Vorteil: Es wird kein Kälteschutzmittel verwendet und somit besteht keine Gefahr der Wasserverunreinigung. Nachteil: CO2-Erdwärmesonden können lediglich zum Heizen, nicht aber zum Kühlen verwendet werden.

Energiepfähle

Energiepfähle finden häufig an Orten mit instabilem Baugrund Verwendung. Dort werden sie in die Fundamentpfähle implementiert, welche in erster Linie aus statischen Gründen eingesetzt werden. Somit ist die Erdwärmenutzung in die Gebäudearchitektur integriert. Es gibt zwei Arten von Energiepfählen: Bohr- und Rammpfähle.

Erdwärmekörbe

Erdwärmekörbe sind spiralförmig aufgerollte Kunststoffrohre um und in einem Zylinder aus Armierungsnetz. Erdwärmekörbe werden in einer Tiefe von ca. 1.5 bis 3.5 Metern eingebaut und finden dort Anwendung wo keine vertikalen Erdwärmesonden eingesetzt werden können, z.B. Wasserschutzzone.

Erdwärmeregister/Erdwärmekollektoren

Erdwärmeregister/Erdwärmekollektoren sind Kunststoffrohre, die ca. 1.5 Meter unter der Erdoberfläche in Schlangenform und horizontal verlegt werden. Entzogen wird dem Erdreich jene Wärme, die von der Sonneneinstrahlung im Boden gespeichert wird. Es lassen sich zwei Prinzipien unterscheiden: Direkte und indirekte Systeme. Gegenüber den indirekten Systemen entfällt bei den direkten Systemen die Umwälzpumpe und somit ein Wärmeübergang, was sich positiv auf die Leistungszahl auswirkt. Jedoch erfordern direkte Systeme zusätzlichen Verlege- und Installationsaufwand. Sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland werden heutzutage nur indirekte Systeme installiert.

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